Der Name der Rose

Das Buch

Der Name der Rose

"Der Name der Rose" ist ein historischer Kriminal-Roman Umberto Ecos.
Der englische Franziskanermönch William von Baskerville kommt mit seinem jungen Adlatus Adson von Melk in eine italienische Benediktinerabtei. Dort soll eine Diskussion zum Thema, ob, weil Christus arm war, auch der Klerus in Armut leben soll, zwischen den Franziskanern und hohen kirchlichen Würdenträgern, geführt werden. Doch schon bei der Ankunft in dieser Abtei erfährt William vom Tod einer Mönches, der aus einem Fenster in den Tod gesprungen sein soll. Doch dieser bleibt nicht der einzige Todesfall. William findet mit seinem scharfen, logischen denkenden Verstand heraus, dass der erste Unglücksfall Selbstmord war, und somit nichts mit den folgenden, augenscheinlichen Morden, zu tun hat. Ein Mönch wird in einem Schweinebottich ertränkt, ein anderer tot im Badehaus gefunden. Doch alle haben sie eine Gemeinsamkeit, einen von Tinte geschwärzten Finger und - eine ebenfalls schwarze Zunge. William von Baskerville, der selbst vor einigen Jahren im Dienst der Heiligen Inquisition stand, die sich dann aber gegen ihn wandte als er eine gegensätzliche Meinung bekundete, ist mit Eifer dabei, die Geschehnisse aufzuklären. Schon bald wird ihm klar, dass es hier um mehr geht als bloße Mordlust, sondern um ein antikes Buch, dass Aristoteles über das Lachen geschrieben haben soll. Die Suche nach dem verschwundenen Buch führt ihn und Adson auch in die, wie ein Labyrinth angelegte, Bibliothek der Abtei. Doch die Ermittlungen werden gestört von dem Eintreffen Bernard Guis, einem strikten Vertreter der Heiligen Inquisition. Dadurch wird der Weg zur Wahrheit zwar etwas erschwert, doch William von Baskerwille gelingt es letztendlich doch, diese ans Licht zu bringen.
Der auf historischen Fakten beruhende Roman, zeigt deutlich wie jemand, der versucht die Wahrheit durch logisches Denken und ohne gegenstandslose Beschuldigungen ans Licht zu bringen, von anderen boykottiert wird. Ebenso wird klar, dass auch eine Institution wie die Inquisition nicht unfehlbar war, und bald den Sinn und den Ursprung ihrer Gründung scheinbar vergessen hat, und begonnen hat, einfach nur irgendeinen Sündenbock zu suchen, dem man alles Übel in der Welt anhängen kann - egal ob es die Wahrheit ist oder nicht.
Umberto Eco versucht mit diesem Roman das Leben im Mittelalter realitätsgetreu darzustellen. Er hat auch Feinheiten, wie, dass ein Gespräch, das im Kreuzgang stattfindet, genau so lang dauert wie man für das Durchschreiten desselben benötigt, berücksichtigt. Die gleichnamige Verfilmung mit Sean Connery (William von Baskerville) und Christian Slater (Adson von Melk) in den Hauptrollen rückt jedoch eher die Kriminalgeschichte und die Liebe zwischen Adson und dem Bauernmädchen in den Vordergrund.

Der Autor

Umberto Eco wurde am 5. Januar 1932 in Alessandria, Piemont, geboren und lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität von Turin. Danach arbeitete er beim italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 arbeitet Eco als Ordinarius für Semiotik an der Universität von Bologna. Er ist Verfasser von zahlreichen Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und dem Mittelalter. Neben anderen zahlreichen Auszeichnungen erhielt Umberto Eco 1981 den "Premio Strega" und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.

Werke


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