Das Geheimnis des siebten Weges

Das Buch

Das Geheimnis des siebten Weges

Die fünfte Klasse einer holländischen Dorfschule darf sich glücklich schätzen einen solchen Klassenlehrer zu haben. Franz van der Steg erzählt seinen Schülern immer wieder abenteuerliche Geschichten, die er als "Franz der Rote" in einem geheimnisvollen Land namens "Torelore" erlebt. Eines Nachmittags, die Kinder hatten ihre Sachen schon weggerämt, wäre die traditionelle Geschichten-Erzählzeit angebrochen, doch "Franz der Rote", der in der letzten Geschichte gerade heil aus einem Abenteuer zurückgekehrt war, steckt gerade in noch keinem neuen. Aus Verlegenheit heraus, weil ihm einfach nichts Besseres einfiel erzählte Franz van der Steg, dass er an diesem Tag einen geheimnisvollen Brief erwarte. Mit dieser mickrigen Information mussten sich die Kinder an diesem Tag zufrieden geben.
Doch des abends, es herrscht stürmisches Wetter, wird vom Sturm die Haustür aufgedrückt und ein Brief, mit folgendem Wortlaut, liegt auf der Fußmatte:

Dienstag, den 22. September

Sehr geehrter Herr van der Steg!

Bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom 18. dieses Monats möchte ich gerne ein persönliches Gespräch mit Ihnen vereinbaren.
Da ich etwas abgelegen wohne, werde ich meinen Wagen schicken, um Sie abzuholen, und zwar am kommenden Freitag, den 25. September, pünktlich abends um halb acht Uhr.

Franz war für jemanden, der niemals einen solchen Brief, auf den in diesem Schreiben bezug genommen wurde, abgeschickt hatte, verständlicherweise etwas verwundert. Die krakelige Unterschrift unter der Nachricht konnte er bis auf die markanten Anfangsbuchstaben, zwei große Gs, auch nicht entziffern.
Doch dies sollte nicht die einzige Merkwürdigkeit bleiben, die ihm in den nächsten Wochen über den Weg laufen sollte. Nach einigen Schwierigkeiten wird er als Hauslehrer des zehnjärigen Gerd-Jan eingestellt, erfährt von einer eigenartigen Wegkreuzung, dem "Siebensprung", der genialerweise nur sechs Wege aufweisen kann, und wird in ein "Komplott" hineingezogen.
Aufregende Kletterpartien an einer eigentülichen Hausfasade, einsame Waldwege, abenteuerliche Fahrten auf einem Mofa und vieles mehr erlebt Franz der Rote (oder war es nun doch Franz van der Steg?) bis das Geheimnis um den Siebensprung gelüftet wird.

Dieses Buch, das auch als 13-teilige Fernsehserie verfilmt wurde, ist/war eines meiner Lieblingsbücher. Ich glaube mich auch daran zu erinnern, dass es diese Serie sogar im ORF spielte, da muss ich so im Volksschulalter gewesen sein.
Obwohl es sich hier um ein Kinder- oder Jugendbuch handelt, lese ich es immer wieder gerne. Eine gleichsam spannende als humorvolle Unterhaltung.

Die Autorin

Tonke Dragt wurde 1930 in Batavia (dem heutigen Djakarta) in Indonesien geboren. Dort verbrachte sie den größten Teil ihrer Kindheit. Während des 2. Weltkrieges, die Zeit zwischen ihrem zwölften und fünfzehnten Lebensjahr, wurde sie mit ihren Angehörigen in einem japanischen Gefangenenlager interniert.
"Ständig eingeschlossen hinter Stacheldraht; Hunger und Elend, wohin man nur sah - und das gerade in diesem Alter. Es war dieselbe Altersgruppe, für die ich nun schreibe. Uns war dort alles verwehrt, und so erfand ich in meiner Fantasie Geschichten, die in einer weiten Ferne spielen - Geschichten voller Abenteuer und ohne Stacheldraht."
Nach dem Krieg kam Tonke Dragt nach Holland und machte dort ihr Abitur. Anschließend besuchte sie die Akademie für Bildende Künste in Den Haag und war als Zeichenlehrerin an verschiedenen Schulen tätig. Heute wohnt sie als freie Schriftstellerin in Den Haag.

Außerdem habe ich von Tonke Dragt folgendes gelesen:


Jegliche Kritiken und Kommentare sind natürlich nur rein subjektiv

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