2. Die Schöpfer

2.2. Andere wichtige Entenzeichner

Nachdem Barks seine Karriere als Comic-Zeichner beendet hatte und seine Zeit mit Malen verbrachte, musste er zusehen, wie andere Zeichner die Figuren, die er zum Teil erfunden hatte, auf ihre eigene Art zum Leben erweckten. Manchmal passierte es, dass sie den Charakter einer Figur falsch auslegten. Wenn z.B. einige Comic-Schreiber- und Zeichner Dagobert Duck in einer prachtvollen Limousine herumfahren ließen, um seinen Reichtum der Öffentlichkeit voller Stolz zu präsentieren, dann stimmte diese Interpretation nicht mit der Vorlage überein. Barks ließ Onkel Dagobert zwar einmal mit einerLimousine durch die Gegend kutschieren, doch diente diese ausschließlich zu praktischen Zwecken.
Doch von den meisten seiner Nachfolger zeigte sich Carl Barks mehr als begeistert und war entzückt wie sie seine Figuren auf ihre Art zum Leben erweckten. Dazu zählen einige italienische Zeichner, Mitarbeiter des Egmont Verlages, Spanier, Zeichner aus dem Norden Europas sowie Daan Jippes, Vicar, William van Horn und Don Rosa.

2.2.1. William van Horn

William van Horn´s Zeichenstil ist dem von Barks recht ähnlich. Er war es auch, der eine der neueren Barks-Geschichten "Horsing Around with History“ (Geschichte und Geschichten) zeichnerisch umsetzte.

2.2.2. Don Rosa

Keno Don Hugo Rosa wurde am 29. Juni 1951 geboren. Für Don Rosa war es die Erfüllung eines Kindheitstraumes, Disney-Comics (für den „Gladstone“ Verlag) zeichnen zu dürfen. Der „Gladstone“ Verlag erhielt 1985 die Lizenz Disney-Comics zu produzieren. Auf Wunsch des Egmont Verlages hin zeichnete Don Rosa in den Jahren 1991 bis 1993 die 12 Kapitel umfassende Lebensgeschichte von Dagobert Duck: „Onkel Dagobert: Sein Leben, seine Milliarden“. Der Inhalt dieser Biographie, der reichsten Ente der Welt, stützt sich auf Hinweise in den Barks-Comics. Doch seine Art zu zeichnen unterscheidet sich etwas von dem üblichen Disney-Zeichenstil. Er überzeugt seine Fans vornehmlich durch seine Liebe zum Detail.

2.2.3. Al Taliaferro

Al Taliaferro wurde am 29. August 1905 in Montrose, Colorado, geboren. Al zeichnete für lange Zeit den Donald Duck Comic-Strip, der anfangs auf den „Silly Symphonie“-Seiten der Sonntagszeitungen abgedruckt wurde. Bald danach bekam Donald seinen eigenen Comic strip, der täglich in vielen Tageszeitungen erschien. Gezeichnet wurden diese Comic-Strips immer von Al Taliaferro, der Text stammte von Bob Karp. Am 10.12.1939 wurde Donald eine eigene farbige Sonntagsseite gewidmet, die wieder von demselben Team ausgeführt wurde.
Al Taliaferro wird nachgesagt, dass einige Figuren seiner Comics, die Wesenszüge einiger seiner Verwandten widerspiegeln. Daisy Duck soll Taliaferro´s Frau Lucy nachempfunden worden sein. Oma Duck soll einige Wesenszüge seiner Schwiegermutter, Donnie M. Whea-ton, geerbt haben und Donald´s Auto soll dem Wagen eines Freundes von Al ähnlich gesehen haben.
Das gut eingespielte Team aus dem Zeichner Al Taliaferro und dem Texter Bob Karp arbeite-te nach 1939 noch weitere 30 Jahre an den Donald Duck Comic-Strips.
Al Taliaferro starb am 3. Februar 1969 in Glendale, Kalifornien.