2. Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur

2.4. Die "jüngere" Generation von Jugendbuchautoren

Die Generation von Autoren, die in den Fünfziger und Sechziger Jahren das Licht der Welt erblickte,strebte wieder in eine andere Richtung. In ihrer Kindheit hatten sie im Gegensatz zur vorherigen Generation Spielzeug und waren mit Kinderbüchern im antiautoritären Stil versorgt (z.B. Astrid Lindgren). Sie wuchsen mit phantasievoller Kinderliteratur auf, die sie in guter Erinnerung zu haben scheinen, was sich in ihren eigenen Werken wiederspiegelt. Unrealistische Motive und effektvolle Handlungen wie in den Kinderbüchern vor den Neuerungen der Siebziger Jahre wurden wieder in die Texte aufgenommen. Seit der Mitte der Achtziger Jahre wandelten sich die Themen der Romane wieder. Im Gegensatz zu der von Generationskonflikten geprägten Zeit der Sechziger und Siebziger Jahre beruhigte sich die Situationnunwieder. Die ältere und die jüngere Generation stehen sich wieder etwas partnerschaftlicher gegenüber.So zogauch in die Kinder- und Jugendliteratur wieder ein freundlicherer humorvollerer Grundton ein. Der komische Familienroman feierte ein Comeback. Vertreter dieser Richtung sind u.a. Christine Nöstlinger, Kirsten Boje und Anne Fine. Diesentragikkomischen Familienkomödien liegt jedoch neben allem vordergründigen Humor ein tiefer Ernst zugrunde.